Therapiehunde

Therapiehunde

Arbeit mit Therapiehunden – Wie geht das?

Neben dem „Streichelhund“, dessen Gegenwart natürlich auch oft schon von großem Nutzen in verschiedenen Therapien ist, ist der Einsatz von Therapiebegleithunden sehr gezielt. Nur wenn er einen bestimmten Zweck in der Therapie erfüllt, und jedenfalls nur, wenn keine Allergie oder zu große Angst dagegen spricht, unterstützt der Hund die therapeutische Arbeit, z.B. als

  • Brücke zum Kontaktaufbau
  • Sprechmotivator
  • Rollenspielteilnehmer
  • Therapiemittel / Spielpartner
  • Entspannungshilfe
  • Hilfe zum Aufbau von Selbstwertgefühl.

Therapiehunde haben den sehr großen Vorteil, dass sie völlig wertfrei sind.
Das heißt: Der Hund geht auf jeden Menschen freudig zu, unabhängig davon, ob sein Sprechen eingeschränkt ist, ob er klein und wild ist, oder erwachsen und kontrolliert, behindert oder nicht behindert.

Was macht der Hund in der logopädischen Therapie?

Kurzum: In der logopädischen Therapie dient der Hund zum /zur

  • Kontaktaufbau als Sprechmotivator
  • Rollenspielteilnehmer
  • Entspannungshilfe
  • Freund, dem man Geheimnisse anvertrauen kann
  • Hilfe zum Aufbau von Selbstwertgefühl

Ziele könnten zum Beispiel sein:

  • Sprachliche Verbesserungen
  • Basale Stimulation
  • Gesteigerte Aufnahmebereitschaft
  • Verstärkte Konzentrationsfähigkeit
  • Kommunikationstraining
  • Körpererfahrung/ – kontakte
  • Ausdrücken von Gefühlen (sprachlich / nichtsprachlich)
  • Ablenkung/Langeweile vertreiben
  • Psychische Aufhellung der Menschen
  • Gesundheitliche Stabilisierung
  • Sozialpartner, dem man vertrauen kann
  • Schaffung eines lockeren, entspannten Klimas
  • inneren Ruhepunkt / Zufriedenheit / Ausgleich finden
  • Entspannungsübungen (Hyperaktivität, ADS)
  • Schulung der Psychomotorik
  • Sprachanregung

Mit anderen Worten: Tiere fungieren als „Motor“ für Entwicklungen, die sonst unter Umständen viel länger dauern würden, indem sie einen Anreiz für Veränderungen schaffen. So setzen Logopäden Tiere (Hund) als Brücke und Kontaktmittel bei Kindern mit Sprechstörungen ein. Aber auch im Erwachsenenbereich (z.B. bei Patienten mit Demenz) findet der Therapiehund Einsatz. Ferner können es die tierischen Helfer schaffen, die Patienten in der Therapie zu begeistern, zu entspannen und vom Leistungsgedanken weg auf eine natürlich soziale und spielerische Ebene zu bringen. Die Kommunikation wird durch einen natürlichen Impuls angeregt: Um mit einem Tier umzugehen, muss man mit ihm sprechen, es locken und mit ihm spielen.

Der Co-Therapeut Hund

Ein Hund kann gezielt unterstützend eingesetzt werden, um
körperliche Fähigkeiten zu verbessern.
Die Motivation zur Bewegung durch das Tier ist besonders hoch.
Der Mensch wird so vielmehr zur Eigenaktivität angeregt,
das Überwinden persönlicher Grenzen steigert das Zutrauen in eigene Fähigkeiten.
Während der Schulung des Gleichgewichts und der körperlichen Ausdauer-,Koordinations- und Wahrnehmungsfähigkeit, werden die
Konzentration und Aufmerksamkeit gefördert.

Ein Hund vermittelt konstante Zuneigung, akzeptiert und agiert und zwar vorurteilsfrei. Über das Vertrauen zum Hund wird in der Regel auch das Vertrauen zum Therapeuten gestärkt. So werden über die Arbeit mit dem Hund auch sozio-emotionale Kompetenzen gefördert.

Des weiteren ist eine wichtige Voraussetzung für die Arbeit mit einem Therapiehund eine spezielle Ausbildung, die Hundeführer und Hund als Therapiehundeteam abschließen.

Innerhalb dieser Ausbildung werden Grundgehorsam und bestimmte Fähigkeiten, die ein Therapiebegleithund mitbringen muss, gleichermaßen geschult. Weiter sollte der Hund in jeder, auch für ihn ungewohnten Situation, absolut zuverlässig sein. Des Weiteren werden theoretische Kenntnisse über den Hund und fachspezifische Bereiche der Therapie in Bezug zur tiergestützten Arbeit erörtert.

Therapiehunde und sein Hundeführer legen eine abschließende Prüfung ab.

Wichtig ist es noch zu erwähnen, dass der Therapiebegleithund eine spezielle Ausbildung absolviert hat und somit nicht stellvertretend für alle Hunde steht. Vielen, was mit einem Therapiebegleithund möglich ist, ist bei anderen Hunden nicht möglich, vorausgesetzt, alle Ausbildungsaspekte werden richtig umgesetzt!

Therapiehunde “Jay” und “Pepe”, die vierbeinigern Mitarbeiter in meiner Praxis

Jay ist ein Labrador-Mix, „älteren Semesters“, er wirkt und agiert als Besuchs- und Streichelhund. Er hilft somit soziale Kontakte zu knüpfen und „Hemmungen“ zu überwinden. Infolgedessen wird er Auch als Rollenspielakteur eingesetzt.s
Jay

Pepe ist ein schokobrauner Labrador.
Zu Beginn der Therapiehundausbildung absolviert Pepe in der Praxis ein „Praktikum“ , um so behutsam an seine Mitarbeit herangeführt zu werden.
Weiter wird er an verschiedenen Tagen der Woche in meiner Praxis sein.
Dadurch hilft es ihm, sich an die verschiedensten Geräusche, Bewegungen, untypische Verhaltsweisen, Lärm etc. sowie an den Ablauf des Praxisalltags zu gewöhnen. Hierdurch baut er nach und nach eine ausgeprägte Hund-Mensch-Beziehung sowie großmögliches Vertrauen auf, das ihm bei seinen späteren Einsätzen sehr hilfreich ist.

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Desweiteren kommen Jay und Pepe nicht zum Einsatz, wenn eine Hundehaarallergie vorliegt oder Ängste bestehen.
Selbstverständlich werden beide die Therapiehunde zuvor regelmäßig tierärztlich untersucht, unterliegen den bestehenden Hygienemaßnahmen, sind versichert und geimpft.

Weiteres Bildmaterial findet man in unseren Impressionen.